Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Deutschland ist für das Schweizer Nachbarland ein wichtiger Faktor im Umgang mit der Covid-19-Pandemie.

Von diesem Institut aus werden Empfehlungen für die Regierung ausgesprochen, welche dann die Empfehlungen in der Regel mit Reisewarnungen für das europäische Ausland umsetzt. Die Schweiz ist nunmehr auch auf der Liste der Risikogebiete, was durchaus Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft haben könnte. 

Genf sowie das Schweizer Waadtland wurden kürzlich von der Bundesrepublik Deutschland als Risikogebiete eingestuft. Der Grund hierfür ist der Grenzwert, den Deutschland im Zusammenhang mit Neuinfektionen je 100.000 Einwohner festgelegt hat. Dieser Grenzwert liegt bei 50 Neuinfektionen. 

In Genf gab es kürzlich 60 Neuinfektionen und im Schweizer Waadtland 93, sodass der deutsche Grenzwert überschritten wurde. 

Gerade für Genf ist jedoch die Einstufung als Risikogebiet sehr gefährlich, da die Stadt als Sitz von über 100 international ausgerichteter Organisationen auf die ausländischen Mitarbeiter angewiesen ist. 

Sowohl die WHO als auch das Rote Kreuz befinden sich in Genf. Auch die WTO hat ihren Sitz in der Schweizer Stadt. Damit diese Organisationen ihre Arbeit aufrechterhalten können ist die persönliche Anwesenheit von Mitarbeitern oftmals unerlässlich. Die Anreise wird jetzt jedoch erschwert, was den Schweizern Sorge bereitet und sich durchaus auch auf die Finanzen auswirken kann.